Verschwiegenheitserklärung und Datenschutz bei Dolmetscher:innen
Für professionelle Dolmetschende gehört der verantwortungsvolle Umgang mit sensiblen Informationen zum Kern der eigenen Leistung. Eine Verschwiegenheitserklärung ist dabei eines der zentralen Instrumente, um Vertraulichkeit sicherzustellen und rechtliche Anforderungen zu erfüllen. Dolmetschleistungen betreffen häufig personenbezogene Daten, Geschäftsgeheimnisse oder besonders schützenswerte Informationen. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Datenschutz und organisatorische Sicherheit.
Die Rolle der Verschwiegenheitserklärung
Eine Verschwiegenheitserklärung verpflichtet Dolmetscher:innen dazu, alle im Rahmen ihrer Tätigkeit erlangten Informationen vertraulich zu behandeln. Sie gilt unabhängig davon, ob es sich um schriftliche Unterlagen, mündliche Inhalte oder digitale Daten handelt. In der Praxis ist sie ein fester Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen Dolmetscher:innen und Auftraggeber.
Die Verschwiegenheitserklärung dient nicht nur dem Schutz sensibler Inhalte, sondern auch der rechtlichen Absicherung aller Beteiligten. Sie konkretisiert die Pflicht zur Vertraulichkeit und ergänzt datenschutzrechtliche Regelungen um eine klare vertragliche Grundlage.
Abgrenzung zur Geheimhaltungserklärung
In vielen Kontexten wird zusätzlich eine Geheimhaltungserklärung verwendet. Während die Verschwiegenheitserklärung häufig allgemein auf alle vertraulichen Informationen abzielt, ist eine Geheimhaltungserklärung oft spezifischer gefasst und bezieht sich auf klar definierte Inhalte, etwa Geschäftsgeheimnisse oder vertrauliche Projekte.
Für Dolmetschdienstleistende kann es sinnvoll sein, beide Instrumente zu kombinieren. Eine Geheimhaltungserklärung kann projektbezogen abgeschlossen werden, während die Verschwiegenheitserklärung als allgemeine Grundlage der Zusammenarbeit dient. Beide verfolgen dasselbe Ziel: den Schutz sensibler Informationen.
Datenschutz und organisatorische Maßnahmen
Neben vertraglichen Regelungen müssen Dolmetschdienstleistende organisatorische und technische Maßnahmen umsetzen. Dazu gehören sichere Kommunikationswege, Zugriffsbeschränkungen auf Daten sowie klare Regelungen zur Aufbewahrung und Löschung von Informationen. Der Datenschutz für Dolmetscher:innen im Arbeitsalltag bedeutet auch, nur solche Daten zu verarbeiten, die für den jeweiligen Auftrag erforderlich sind.
Verantwortung gegenüber Auftraggebern und Betroffenen
Dolmetschdienstleistende tragen eine besondere Verantwortung, da sie häufig in Situationen tätig sind, in denen Vertrauen essenziell ist. Medizinische, rechtliche oder wirtschaftliche Inhalte können für die betroffenen Personen erhebliche Folgen haben. Der Datenschutz für Dolmetscher:innen und Auftraggeber ist daher eng miteinander verknüpft.
Dokumentation und Schulung
Datenschutz ist kein einmaliger Vorgang, sondern ein fortlaufender Prozess. Kroll Languages dokumentiert und überprüft interne Richtlinien regelmäßig. Schulungen helfen Dolmetscher:innen, ihre Pflichten zu kennen und im Alltag korrekt umzusetzen.
