Transliteration ins Deutsche: Bedeutung, Anwendung und Abgrenzung zur Transkription

Transliteration für Deutsch einfach erklärt: Unter Transliteration versteht man die systematische Übertragung eines Textes aus einem Schriftsystem in ein anderes – dabei wird jedes Zeichen des Originals möglichst eindeutig durch ein Zeichen oder eine Zeichenkombination des Zielalphabets ersetzt. Im DACH-Raum kommt Transliteration ins Deutsche häufig dann zum Einsatz, wenn Texte aus nicht-lateinischen Schriftsystemen wie Kyrillisch, Arabisch oder Chinesisch lesbar gemacht werden sollen, ohne dabei die Aussprache wiederzugeben.

Ein Transliterat ist demnach kein Lautbild, sondern eine zeichengetreue Wiedergabe. Ziel ist es, den Originaltext schriftbildlich möglichst präzise abzubilden. Dies spielt beispielsweise eine Rolle in der wissenschaftlichen Arbeit, bei Katalogisierungen in Bibliotheken oder bei offiziellen Dokumenten, wie Ausweispapieren.

Unterschiede zwischen Transkription und Transliteration

Während die Transkription im Gegensatz zur Transliteration sich auf die phonetische Wiedergabe eines gesprochenen Wortes konzentriert, also wie etwas klingt, ist die Transliteration, zum Beispiel ins Deutsche, ein visuelles Abbild der Schriftzeichen. Beide Prozesse werden häufig verwechselt, aber sie verfolgen unterschiedliche Ziele:

  1. Transkription und Transliteration kommen in verschiedenen Anwendungsfeldern zum Einsatz: Erstere bei sprachlicher Analyse oder Spracherwerb, letztere in der Textverarbeitung oder Archivierung.
  2. In der Sprachmittlung ist die Unterscheidung entscheidend – etwa wenn es um die genaue Schreibweise eines Eigennamens im amtlichen Kontext geht.
  3. Auch bei der Dolmetscher-Vermittlung kann es notwendig sein, zwischen Transkription und Transliteration zu differenzieren, zum Beispiel bei der Übertragung von Teilnehmerlisten oder in der Konferenztechnik.

Beispiele und Einsatzbereiche von Transliteraten

Ein Transliterat dient nicht der korrekten Aussprache, sondern der visuellen Identifizierung. Ein Beispiel: Der russische Name „Михаил“ wird in einer Transliteration in deutsch zu „Mixail“ (nach wissenschaftlicher Transliteration), während eine Transkription eher „Michail“ lauten würde, um die Aussprache zu erfassen.

Transliteraten begegnet man unter anderem in folgenden Bereichen:

  • Internationales Vertragswesen und Behördenkommunikation
  • Bibliotheks- und Archivinformationssysteme
  • Linguistische und kulturwissenschaftliche Fachpublikationen
  • Reisedokumente und offizielle Namensregister

Auch im Rahmen einer professionellen Dolmetscher-Vermittlung wie bei Kroll Languages spielt die korrekte Erstellung von Transliteraten eine Rolle, insbesondere wenn Namen, Titel oder Adressen in mehreren Schriftsystemen vorkommen.

Transliterationen verstehen und korrekt anwenden

Die Transliterationen für Deutsch sind ein präzises Mittel, um Schriftzeichen aus einer anderen Sprache systematisch und wiedererkennbar in das lateinische Alphabet zu übertragen. Sie unterscheidet sich klar von der Transkription, auch wenn beide Begriffe oft vermischt werden. Wer im Bereich Übersetzer- oder Dolmetscher-Vermittlung tätig ist, ist mit dem Unterschied vertraut und kann Missverständnisse vermeiden. Ein sorgfältig erstelltes Transliterat kann hier für Lesbarkeit, Rechtssicherheit und internationale Verständigung den entscheidenden Unterschied machen.